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Samiclaus, Schmutzli und der surfende Santa

Samiclaus, Schmutzli und der surfende Santa

WEIHNACHTSTRADITIONEN IN DER SCHWEIZ UND IN AUSTRALIEN

 

Für uns bei Rohner ist Tradition neben Qualität und Innovation einer der Schlüsselfaktoren für den Erfolg unserer Marke. So haben wir uns gefragt, ob und wie Traditionen in andere Teile der Welt übertragen werden, ob und wie sie Kontinente und Ozeane überqueren. Und wir haben uns einmal angeschaut, wie das wohl traditionsreichste Fest des Jahres hier in der Schweiz gefeiert wird und wie Weihnachten bei unseren Freunden in Australien verbracht wird.

Die Weihnachtsfeierlichkeiten in der Schweiz unterscheiden sich nicht groß von denen anderer westeuropäischer Nationen und die Bräuche der Schweiz mit ihren unterschiedlichen sprachlichen Regionen ähneln denen ihrer direkten Nachbarn Deutschland und Österreich für die deutschsprachigen Teile, Frankreich für die französischsprachigen Kantone und Italien für den Kanton Ticino und die südlichen Täler der Region Graubünden.

Die Adventszeit beginnt am 4. Sonntag vor Weihnachten und läutet die Weihnachtsvorbereitungen ein. Adventskalender und Adventskränze sind gleichermaßen beliebt um die Tage bis zum Weihnachtsfest zu zählen. In manchen Dörfern gibt es sogar „echte“ Adventskalender bestehend aus 24 Häusern die jeweils ein „Advents-Fenster“ dekorieren. Jedes Haus, das mit der Dekoration an der Reihe ist, gibt am Abend eine Party für die Nachbarn, es gibt Essen, Glühwein und Musik.

Für viele Familien ist es ebenfalls eine schöne Weihnachtstradition, eine Wanderung in den winterlichen Wald zu unternehmen um den perfekten Weihnachtsbaum zu schlagen. Das Baumschlagen wird dann zumeist gefolgt von einem Fondue-Essen. Wenn „FIGUGEGL“ auf einer Einladung zu einer Weihnachtsfeier steht, wissen alle Bescheid, dass viel gedippt, gegessen und gelacht werden wird. „FIGUGEGL“ heißt „Fondu isch guet und git e gueti Lune“ (Fondue schmeckt gut und macht gute Laune).

Jedes Jahr erhalten die Kinder Besuch vom Samichlaus – schweizerdeutsch für Nikolaus – und seinem schwarz gekleideten Gehilfen Schmutzli. Der Besuch findet traditionell am 6. Dezember statt, aber das dynamische Schweizer Duo kann auch schon mal an einem anderen Tag erscheinen. Samichlaus klopft dann an die Tür und ängstliche aber gespannte Kinder öffnen. Samichlaus befragt sein großes Buch der Sünden und die Kinder können sich dann ein wenig Vergebung verdienen, indem sie ein Gedicht aufsagen. Dann, nach der Versicherung dass sie Besserung geloben, erlaubt Samichlaus den Kindern, tief in seinen großen Sack, gefüllt mit Mandarinen, Nüssen, Lebkuchen und anderen Köstlichkeiten, hineinzugreifen.

 

swiss australian christmas traditions

 

Eine sehr spezielle Schweizer Tradition ist das „Klausjagen“, das am Abend des Nikolaustages in Küssnacht stattfindet. Der Festumzug, der jedes Jahr rund 20.000 Menschen anlockt, besteht aus einer Parade aus rund 1.500 Teilnehmern und dauert bis tief in die Nacht. Die Prozession ist in 6 Abschnitte unterteilt. Zuerst kommen Männer, die lange, zweihändige Schafspeitschen knallen lassen, gefolgt von weiteren Männern, die „Iffelen“ (auch „Infuln“) auf dem Kopf tragen, unglaublich große, kunstvoll verzierte Papierhüte, die wie eine Mischung aus einer Bischofsmütze und einem bunten Glasfenster aussehen. Diese werden von innen mit einer Kerze beleuchtet und sind nicht selten einen viertel Meter hoch. Dahinter folgt St. Nikolaus persönlich mit vier Begleitern, auch als Schmutzli bekannt, die Gebäck verteilen. Danach folgt eine Blaskapelle, die das traditionelle Klaus-Lied spielt, gefolgt von einer großen Gruppe läutender „Trycheln“, großen Glocken die mit Kuhglocken verwandt sind. Die ganze Prozession wird geschlossen von Männern, die auf Kuhhörnern blasen. Teilnehmer und Zuschauer strömen dann zur gemeinsamen Feier in die örtlichen Wirtshäuser.    

Der Weihnachtsbaum wird traditionell am 24. Dezember im Kreis der Familie dekoriert – ein fröhliches Familienfest. Der Baum wird von den Erwachsenen aufgestellt und dann mit Baumschmuck, Kerzen oder elektrischen Lichtern geschmückt. Eingepackte Geschenke, die nach dem Glauben der kleineren Kinder vom „Christkindli“ oder „Le petit Jesus“ gebracht wurden, werden unter den Baum gelegt. Ebenfalls am Fusse des dekorierten Baumes findet sich manchmal eine Krippe mit kleinen Figuren aus dem Krippenspiel.

Am Heiligen Abend findet ein großes festliches Essen für die Familie und Freunde statt. Nach dem Essen versammelt sich die Familie um den Weihnachtsbaum, um Weihnachtslieder zu singen und Geschenke auszupacken. Die meisten Schweizer Familien gehen dann zur Mitternachtsmesse in die Kirche und kehren danach zurück nach Hause um heisse Schokolade zu trinken und große hausgemachte Krapfen, „Ringli“ genannt, zu essen.

Im Vergleich dazu fällt Weihnachten in Australien auf den Beginn der Sommerferien.  Daher ist zu Weihnachten Hochsaison auf den Campingplätzen im ganzen Land und zumeist sind beliebte Sommerziele schon im Oktober ausgebucht.

Doch auch der traditionelle Weihnachtsbaum steht im Mittelpunkt der Weihnachtsdekorationen und viele Häuser werden manchmal mit hunderten von Lichtern und weihnachtlichen Deko-Motiven, wie Weihnachtsbäumen, Santa Claus, Rentieren oder der Weihnachtskrippe geschmückt. Manchmal finden zwischen den Nachbarn sogar richtige Wettbewerbe um die beste Weihnachtsdekoration statt. Eine ebenfalls beliebte Weihnachtsdekoration, die lange nicht so viel Strom verbraucht, sind Sträusse vom „Christmas Bush“, einem australischem Baum mit kleinen grünen Blättern und cremeweissen Blüten, die sich im Sommer über mehrere Wochen hinweg – normalerweise die Wochen vor Weihnachten – in ein tiefes Rot verfärben. 

Die warmen Temperaturen erlauben Australiern auch eine Tradition, die bereits seit 1937 besteht. „Carols by Candlelight“ findet jedes Jahr am Heiligen Abend statt. Zehntausende Menschen kommen in der Innenstadt von Melbourne zusammen um gemeinsam ihre liebsten Weihnachtslieder zu singen. Der Abend wird erleuchtet durch ebenso viele Kerzen, singend unter einem wundervollen Nachthimmel. Sydney und die anderen großen Städte veranstalten während der Vorweihnachtszeit ebenfalls „Carols“, die ebenso wie auch große Weihnachtsparaden, im landesweiten Fernsehen ausgestrahlt werden.

Den Kindern wird erzählt, dass Santa Claus in der Nacht zum Weihnachtstag in die Häuser kommt und Geschenke unter den Weihnachtsbaum legt oder in Socken oder Säckchen, die normalerweise an den Kamin gehängt werden, ablegt. Manchmal wird für Santa Claus ein Imbiss und etwas zu Trinken (auch Alkohol) stehen gelassen. Die Geschenke werden am nächsten Morgen, dem Weihnachtstag, geöffnet. 

 

swiss australian christmas traditions

 

Am Weihnachtstag kommen Familien und Freunde von überall in Australien zusammen. Manche Familien zieht es raus an den Grill im Hof um das Weihnachtsessen draußen zuzubereiten und viele gehen sogar an den Strand oder fahren aufs Land und machen ein Picknick. Zu Hause ist der Tag zumeist geprägt von Schwimmen im Pool, Cricket spielen und anderen Outdoor Aktivitäten. Sogar Santa Claus ist dafür bekannt dass er in kurzen Hosen oder auf einem Surfboard am Strand auftaucht!

Ein traditionelles Weihnachtsessen beinhaltet Truthahn, Schinken und Schwein. Als Dessert gibt es Plum Pudding. Während der australischen Goldgräberzeit enthielten die Christmas Puddings oft einen Goldklumpen. Heutzutage wird eine kleine Aufmerksamkeit eingebacken. Wer diese findet weiß, das Glück wird ihn das ganze Jahr hold sein. Bei denjenigen, die lieber ein kaltes Weihnachtsessen während des heißen Sommertages genießen möchten, stehen Meeresfrüchte wie Garnelen und Hummer ganz oben auf der Einkaufsliste. Und der reichhaltige Plum Pudding wird ersetzt durch eine wundervoll cremig-leichte Pavlova.

Am „Boxing Day“, dem 26th Dezember, statten die meisten Menschen guten Freunden einen Besuch ab oder man trifft sich zum Barbecue am Strand. Außerdem beginnen an diesem Tag zwei wichtige Sport Veranstaltungen: Das „Boxing Day Test“ Cricket Test Spiel und das „Sydney to Hobart Yacht Race“.

Wir bei Rohner wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein gesegnetes Weihnachtsfest – wo  und wie auch immer Sie Weihnachten dieses Jahr feiern!

 

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